Montag, 18. Mai 2009

doofe Kommentare

Bei Adminkandidaturen ist es schon seit längerem aktzeptierter Usus, dass die Kandidaten wüst beschimpft, mit jahrealten Fehlerchen konfrontiert und auch sonst mit jedem greifbaren Schmutz beworfen werden.
Bei der Kandidatur von Regi51 ist es jetzt dem eher unauffälligen Torsten Bätge gelungen, die üblichen Unfugskommentare noch zu toppen.
Der Kandidat erklärte, dass er sich auf den Bereich der Vandalismusbekämpfung und der Abarbeitung von Löschkandidaten konzentrieren wolle. Dies interpretierte Torsten Bätge so, als wolle Regi51 nicht konstruktiv an der Wikipedia mitwirken und kommentierte entsprechend auch seine Stimmabgabe.
Wie unterirdisch weltfremd muss man eigentlich sein, um nicht zu erkennen, dass genau diese Aufräumarbeiten eines der Kerngebiete der Administratorentätigkeiten sind? Die Knöpfe der Administratoren werden üblicherweise nicht zum Artikelschreiben benötigt, sondern um Müll wegzuräumen. Dummerweise werden die Adminknöpfe aber immer wieder mit Schulterklappen verwechselt.
Torsten Bätge hat mit seinem Kommentar sich selbst disqualifiziert und erreicht mit seinem Kommentar die Stufe 8 auf der nach oben offenen Unfugsskala.

Montag, 20. April 2009

Autorennennung in Artikeln, eine Umfrage

Eine Umfrage, die von Achim Raschka erstellt wurde, beschäftigt mal wieder die Gemeinschaft der deutschsprachigen Wikipedia.
Hauptinhalt der Umfrage ist die Problematik der Autorennennung in den Artikeln. Ausgelöst auch durch die kürzlich stattgefundene Lizenzierungsdiskussion steht nun zur Debatte, ob die Autoren, die bislang ja immer nur über die Versionshistorie eines Artikels erkennbar waren, nun auch noch direkt im oder unter dem Artikel selbst aufgeführt werden sollen.
Nicht von ungefähr wurde diese Umfrage von Achim Raschka initiiert, da Raschka ja einer der Autoren ist, die auch immer wieder gerne darstellen, dass sie auch gute Autoren sind.
Wozu führt eine besondere Auflistung der Autoren?
Eine Autorenliste kann immer nur eine bruchstückhafte Darstellung der Entwickliung eines Artikels sein. Der ursprüngliche Gedanke der Wikipedia sieht vor, dass das Wissen einer ganzen Gemeinschaft abgebildet wird - und sieht somit auch vor, dass das Wissen sich Stück um Stück abbildet und somit auch kontinuierlich wächst und sich weiter entwickelt. Eine Zuordung im Artikel welcher Autor welchen Anteil am Artikel geschrieben hat, welche Hinzufügungen später wieder umformuliert oder gar nur umformatiert wurden ist weder technisch einfach realisierbar noch dem Community-Gedanken der Wikipedia zuträglich.
Eine Auflistung der Autoren, womöglich auch noch verbunden mit einer prozentualen Auflistung der Textanteile fördert also nur die Selbstdarstellung der Autoren - und Selbstdarsteller sind in der Wikipedia nun wirklich bereits reichlich vorhanden.
Gleichzeitig verschleiert eine solche Auflistung auch den Anteil der inhaltlich relevanten Ausprägung des Artikels durch einen Autor. So würde jemand, der fünf Kommafehler im Artikel verbessert in der Autorenliste höher aufgeführt werden, als jemand, der einen Zahlendreher korrigiert und somit überhaupt erst etwas Sinn in den Artikel bringt.
Zusätzlich dazu ist mit einer eventuellen Realisierung der Autorennennung auch zu befürchten, dass dadurch die Arbeit der RC-Kontrolleure und der QS-Mitarbeiter weiter in die Bedeutungslosigkeit getrieben wird.
In Summe wird also nur mal wieder der Selbstdarstellungstrieb verschiedener einzelner Autoren unterstützt, der eigentliche Gedanke einer freien Wissenssammlung immer weiter in den Hintergrund gerückt.

Mittwoch, 15. April 2009

ein Meinungsbild

Mal wieder findet ein Meinungsbild statt.
Dummerweise ist es malwieder ein Meinungsbild, dessen Scheitern von Anfang an schon sichtbar und deutlich ist.
Es geht um die Möglichkeit, durch eine Community-Abstimmung eine Sperrentscheidung eines Administratoren rückgängig zu machen.
Warum ist das nun eigentlich so schlecht, dass das Meinungsbild abgelehnt wird?
Sind Administratoren nicht eigentlich dazu da, im Sinne der Community Entscheidungen zu treffen und so die Wikipedia am Laufen zu halten?
Vordergründig wird damit argumentiert, dass ein 1/3 Anteil der Stimmen ja schon ausreiche um die Admin-Entscheidung zu revidieren. Ist aber ein 1/3-Anteil an Stimmen nicht schon immer erforderlich um Entscheidungen zu blockieren und nicht zuzulassen? Auch bei Admin-Kandidaturen, Schiedsgerichtswahlen, etc reicht ein 1/3-Anteil aus, um die vorgeschlagene Lösung abzuweisen. Warum sollte bei Benutzersperren etwas anderes gelten?

Anderer Gedanke:
Befürchten die Nein-stimmenden Administratoren etwa, dass zu viele Benutzersperren wieder rückgängig gemacht werden müssen? Ist es nicht etwas bedenklich, wenn die Admins schon jetzt davon ausgehen, dass mehr als ein Drittel der stimmberechtigten Nutzer ihre Sperr-Entscheidung nicht unterstützen? Wie passt das denn mit dem eigentlichen Selbstverständniss der Administratoren zusammen?

Es ist schon arg verdächtig, wenn man sieht, dass die Admins hauptsächlich "Contra" stimmen und die "normalen" Benutzer eher bei den "Pro"-Stimmen zu finden sind. Schade, dass die Mehrzahl unserer Administratoren offensichtlich zur Selbstreflektion unfähig sind und gleichzeitig auch noch weiter einen bereits vorhandenen Keil zwischen "Normalbenutzer" und Administratoren treiben wollen.

Montag, 23. März 2009

komische Gestalten

In der deutschsprachigen Wikipedia sind ja schon einige komische Gestalten unterwegs.
Einer davon ist der Benutzer Arne Hambsch, der sich in Ironhoof umbenannt hat.
Immer wieder fällt dieser Benutzer durch seinen aggressiven Tonfall auf, immer wieder wird er auch für diesen Tonfall einige Zeit gesperrt.
Auch heute hat er mal wieder vom Leder gezogen: Auf der Diskussionsseite des Sperrverfahrens von Brummfuss stellt er einen etwas wirren Beitrag ein, der wieder einen klaren persönlichen Angriff darstellt. Die Löschung seines Beitrages und den Hinweis auf die Löschung beantwortet er mit einem noch weitaus wirreren Text. Dieser Benutzer, der sich so gepflegt auszudrücken versteht, editiert hauptsächlich in Militär- und Waffenartikeln. Das lässt tief blicken.

ungeliebter Brummfuss

Lange war ruhig im Dunstkreis um Brummfuss, den Diderot-Club und seine diversen Unterstützer.
Nun aber zeigt die deutschsprachige Wikipedia mal wieder ihr hässliches Gesicht - erneut wird versucht einen der prominentesten Wikipedia-Kritiker mundtot zu machen.

Im Benutzersperrverfahren Brummfuss wird diesem vorgeworfen, den Administrator Rax als Arsch bezeichnet zu haben und gleichzeitig auch eine Verunglimpfung der Opfer des Amokslaufes von Winnenden begangen zu haben.
In seiner Stellungnahme weist Brummfuss die Verunglimpfung weit von sich, auch ist in seinen ihm vorgeworfenen Äußerungen nur mit sehr, sehr viel bösem Willen eine solche Verhöhnung erkennbar. Die gleichzeitige Bezeichnung von Rax als Arsch ist nach den bisherigen Verhaltens- und Ahndungsmethoden nicht sanktionierbar. Allerdings sieht es aber auch hier so aus, als dürfen mal wieder manche Benutzer (vor allem Administratoren) etwas ungestraft äußern, was andere Benutzer nicht dürfen.
1. Achim Raschka bezeichnet Simplicius als Prototyp des arroganten Arschloches - und wird dafür nicht gesperrt.
2. Marcus Cyron bezeichnet Simplicius als Arsch - und wird dafür nicht gesperrt.

Beides sind Beispiele dafür, dass offenbar bei Administratoren keine Sanktionen getroffen werden, bei "normalen" Benutzern jedoch schon.

Interessant ist auch das Abstimmungsgehampel bei derAbstimmung selbst. Wieder mal ist deutlich zu sehen, dass die Administratoren vorrangig sich selbst unterstützen. Das vielerwähnte Statement "Administratoren sind keine homogene Masse" stimmt wohl nicht so arg. Vielmehr sind die Administratoren eher mit Krähen zu vergleichen, die ihresgleichen kein Auge aushacken.
Unterstützt wird der Benutzersperrantrag übrigens auch von Micha L. Rieser einem Benutzer, der zwar kein Administrator ist, aber doch so gerne einer werden möchte und nun schonmal in Vorbereitung für seine dritte Kandidatur genügend Schleimspuren hinterlässt.

Das Ergebnis der Sperrabstimmung bleibt spannend. Denn obwohl das Sperrverfahren unter erwiesenermaßen regelwidrigen Vorbedingungen zustande kam, wird es nicht abgebrochen sondern weiter durchgeprügelt. Offensichtlich ist es den Administratoren wohl sehr wichtig, mal wieder einen WP-Kritiker mundtot zu machen.

Interessant sind auch die gleichzeitig stattfindenden Änderungen an der Seite, welche die Definition von "persönlichen Angriffen" und die damit verbundenen Ahnungen beschreibt. Hier ergänzt Achim Raschka die Seite um eine Definition, die eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte - aber offensichtlich nicht ist. Gleichzeitig mogelt er aber auch die Argumentation auf die Seite, dass "Nazivorwürfe" einen persönlichen Angriff darstellen. Es soll also nicht mehr möglich sein, Nazis als Nazis zu bezeichnen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und darin einen Freibrief zur Rehabilitation aller namentlich genannten Nazis in der deutschsprachigen Wikipedia sieht.